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RLP

Quetsch, Wilhelm

geb. am 12. August 1878 in Ober-Olm
gest. am 28. Januar 1973 in Mainz

Der gebürtige Ober-Olmer Wilhelm Quetsch  machte eine Lehre zum Schlosser und engagierte sich in der Gewerkschaft. Ab 1910 war er Gewerkschaftssekretär beim Deutschen Metallarbeiterverband in Bretzenheim. Das ursprünglich reine Bauerndorf Bretzenheim entwickelte sich im Zuge der Industrialisierung zu einem Arbeiterwohnort, der zum 1. Januar 1930 nach Mainz eingemeindet wurde. Quetsch war für die SPD Mitglied des Gemeinderats, von 1931 bis 1933 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bretzenheim. Nach seiner Entlassung am 6. Juli 1933 aus seinem Beruf als Gewerkschaftsangestellter war er bis Oktober 1936 arbeitslos. Obwohl mehrerer Betriebe bereit waren, ihn zu beschäftigen, durften diese ihn nicht einstellen. Vom 6. Dezember 1933 bis 4. Juni 1934 arbeitete er als „Werber bei der Konsumgesellschaft“, vom 1. Oktober 1935 bis 30. September 1936 als Vertreter bei der Victoria-Versicherung Mainz. Vom 22. Oktober 1936 bis 31. August 1943 arbeitete er als Schlosser bei der „Zellstofffabrik Waldhof“ in Mainz. Ab 1. September 1943 war er Rentner. In Mainz wurde eine Straße nach ihm benannt.

(Erstellt von: Herbert Baum)