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RLP

Die Mannschaftsstammlager

"(...) Halbtot kamen wir im Stalag XII D an. Es lag auf einem Berg über der Stadt Trier, der Geburtsstadt von Karl Marx." Erinnerungen eines sowjetischen Kriegsgefangenen.

Mannschaftsstammlager

Gefangene marschieren aus dem Stalag Limburg zur Arbeit. Bild: Jürgen Engel: Der vergessene Friedhof.

Für die Unterbringung der Kriegsgefangenen wurden in jedem Wehrkreis „Stammlager“ (Stalag) eingerichtet. Im Wehrkreis XII entstand das erste im August 1939 in Freiendiez bei Limburg. Die Stalags fungierten in der Regel als Durchgangslager, in denen die Sol­daten nach ihrer Ankunft von den Kriegsfronten erfasst wurden. Ein Teil von ihnen setzte die Wehrmacht selbst - z.B. auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder - für Verlade- oder Bauarbeiten ein. Die übrigen Kriegsgefangenen wurden von den Landes- oder Gau-Arbeitsämtern als „Arbeitskommandos“ in die Dörfer und Städte verteilt, in denen es an Arbeitskräften mangelte. Auch wenn sich die Einsatzorte weitab der Lager befanden, blie­ben die Kriegsgefangenen rechtlich in der Obhut der Wehrmacht. Zu Beginn des Jahres 1942 befanden sich über 120.000 Kriegsgefangene in den Lagern des Wehrkreises XII, An­fang 1944 waren es mehr als 160.000.

Kriegsgefangenenstammlager im Wehrkreis XII: Mannschaftsstammlager.
Herstellung Karte: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformationen Rheinland-Pfalz