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RLP

Die wichtigsten Daten zum Widerstand und zur Verfolgung von Gewerkschaftern in unserer Region und zur Lage der Arbeiter im Nationalsozialismus

1937

16. Januar

Beratung von Vertretern der DAF, der Frankfurter Polizei und der Gestapo, bei der Schlussfolgerungen aus dem Streik in den Opelwerken gezogen werden, u.a. Aufbau eines Spitzel-Systems und das Anlegen einer Kartei politisch unzuverlässiger Arbeiter.

20. Januar

Wilhelm Leuschner übernimmt nach der Verhaftung von Heinrich Schlimme dessen Funktionen in der illegalen Reichsleitung der Gewerkschaften.

20. März

In Paris bilden deutsche Gewerkschafter einen Koordinierungsausschuss, dem sozialdemokratische, kommunistische, christliche und parteilose Kollegen angehören.

26. April

Die deutsche Luftwaffe vernichtet die spanische Stadt Guernica. Dies war der erste Bombenangriff in der Geschichte gegen die Zivilbevölkerung.

29. Mai

Der Koordinierungsausschuss deutscher Gewerkschafter in Frankreich schlägt der Auslandsvertretung Deutscher Gewerkschaften (ADG) in der CSR Einheitsverhandlungen vor, die in der Folgezeit scheitern

1938

15. Februar

Einführung des Pflichtjahres für junge Mädchen und Frauen bis zum Alter von 25 Jahren.

12./13. März

Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich, „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich.

30. Mai

Geheimbefehl „Grün" für die Zerschlagung der Tschechoslowakei.

10. Juli

Hans Gottfurcht, Mitglied der illegalen Reichsleitung der Angestellten, flüchtet nach London. Dort leitet er ab 1941 die Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Großbritannien.

29. September

Münchner Abkommen: Das Sudetengebiet wird an Deutschland abgetreten. Am 1. 10. rückt die deutsche Wehrmacht ein.

9./10. November

„Reichskristallnacht": fast 100 Morde, Verhaftung von etwa 30 000 Bürgern jüdischer Herkunft und Verschleppung in die Konzentrationslager Buchenwald, Sachsenhausen und Dachau. Zerstörung von Synagogen u. a. in Mainz, Worms, Alzey und Oppenheim. Plünderungen und Brandstiftungen zahlreicher Geschäfte.

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